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Welt-Alzheimer-Tag am 21. September: Alzheimer eine der größten gesundheitlichen Bedrohungen

Die Alzheimer-Krankheit ist eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns, die im Laufe der Zeit das Gedächtnis, das Verhalten und die täglichen Aktivitäten beeinträchtigt[i]. Für 44 Millionen Menschen, die weltweit an Demenz leiden, gehen somit Erfahrungen, Menschen und Erinnerungen verloren. Alle vier Sekunden wird eine neue Person diagnostiziert. Wir stehen vor einer der größten Herausforderungen der globalen Gesundheit unserer Zeit. Die Zahl der Diagnosen steigt stetig an. Man geht davon aus, dass bis zum Jahr 2030 weltweit 76 Millionen Menschen an Demenz leiden werden[ii]. Und nach wie vor gibt es keine krankheitsmodifizierende Therapie.

Rund 147.000 Menschen in Österreich von Demenz betroffen

Für Österreich wurde zuletzt vom Institut für Höhere Studien (IHS) ein genaueres Bild gezeichnet: In der Studie[iii] wird davon ausgegangen, dass hierzulande rund 147.000 Menschen an einer Demenzerkrankung leiden. Trotz dieser enormen Verbreitung – die aufgrund der Alterung der Bevölkerung in Zukunft noch deutlich zunehmen wird – gibt es bislang vergleichsweise wenig Evidenz zu dieser Thematik, insbesondere in Bezug auf die mit der Erkrankung verbundenen Kosten.

Die medizinischen Kosten für die Diagnostik und Behandlung von Demenzerkrankungen werden in der Studie auf rund 1,39 Mrd. Euro geschätzt. Die Aufwendungen für formelle Pflege und Betreuung, die sowohl stationäre und mobile Pflege als auch 24-Stunden-Betreuung umfassen, belaufen sich auf rund 1,26 Mrd. Euro.

Weißbuch zur „Volkskrankheit Alzheimer“

Aus diesem Grund hat FOPI-Mitgliedsunternehmen Biogen Expert:innen aus den verschiedensten Disziplinen der Alzheimer-Versorgung eingeladen, im Zuge des Weißbuchs „Volkskrankheit Alzheimer – Wie Früherkennung und Prävention zum besseren Umgang mit der Erkrankung beitragen können“, Perspektiven und Empfehlungen einzubringen, wie künftig mit der Erkrankung umgegangen werden soll. So unterschiedlich die Blickwinkel der Expert:innen sind, einig sind sich alle, dass ein wesentlicher Schlüssel im künftigen Umgang mit der Erkrankung in der Prävention und Früherkennung liegt.

 „Als Unternehmen, das sich der Erforschung von neurologischen Erkrankungen verschrieben hat, sehen wir es als unsere Aufgabe, nicht nur laufend an Therapieoptionen für Alzheimer zu forschen, sondern auch als Partner im Gesundheitssystem Aufklärung voranzutreiben. Sensibilisieren, aufmerksam machen, Verständnis schaffen – darum geht es“, erläutert Michael Kreppel-Friedbichler, Geschäftsführer Biogen Austria, das Anliegen des Weißbuchs. Das Weißbuch „Volkskrankheit Alzheimer“ steht als PDF zum Download zur Verfügung: https://www.biogen.at/.

Fokus auch auf Forschung

„Neben dem wesentlichen Aspekt der Pflege von Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen müssen wir aber auch mit Hochdruck in die Forschung investieren“, sagt Bernhard Ecker, Präsident des Forums der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI). „Ich unterstütze die Überlegungen und Forderungen für eine bessere Betreuung der Betroffenen und die Unterstützung der pflegenden Angehörigen. Das kann aber nicht alles sein. Es braucht auch eine globale Zusammenarbeit, um die Forschung, die Diagnose und die Therapie der Alzheimer-Erkrankung voranzutreiben.“

Eines der größten Forschungsprogramme bei Roche

Roche ist als eines der FOPI-Mitgliedsunternehmen bereit, Schritte zu setzen, die es für einen wissenschaftlichen Durchbruch braucht. Mit einem der größten Forschungsprogramme, die es in der Branche zur Alzheimer-Erkrankung gibt, setzt sich Roche Pharma gemeinsam mit Roche Diagnostics und RoX Health dafür ein, Diagnostika, Medikamente und digitale Lösungen zu entwickeln, um Alzheimer-Betroffenen eine neue Perspektive zu geben und das Leben mit der Erkrankung zu verbessern.

Pressebilder zum Download


[i] Mayo Clinic. Alzheimer’s and dementia: What’s the difference? Available at: www.mayoclinic.org/diseases-conditions/alzheimers-disease/expert-answers/alzheimers-and-dementia-whats-the-difference/faq-20396861

[ii] Dumurgier J, Sabia S. Rev Prat. [Epidemiology of Alzheimer’s disease: latest trends]. 2020;70(2):149-151 

[iii] Czypionka, Thomas; Reiss, Miriam; Reitzinger, Stephanie; Riedel, Monika and Heimerl, Nikolaus (November 2021) Volkswirtschaftliche Kosten von Demenz in Österreich. [Research Report] 89 p https://irihs.ihs.ac.at/id/eprint/6003/