• Mein Konto
  • Mitgliederinfos
FOPI_Logo_quer2
  • Über FOPI
  • Schwerpunkte
    • Wert innovativer Arzneimittel
    • Zugang zu innovativen Arzneimitteln
    • Onkologie Plattform
  • Fakten
  • Aktuelles
    • Aktuelles
    • Der FOPI.flash Newsletter
    • Podcast: Am Mikro|skop
    • Blog
    • Alle unsere Beiträge
  • Presse
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü
  • Link zu LinkedIn
Blog - Aktuelle Neuigkeiten

Kompakter Kompass durch die Patientenrechte

25. November 2022/in Gesundheitssystem der Zukunft, Zugang zu Innovation

Die Österreicher:innen wissen um ihre Rechte als Patient:innen nur mangelhaft Bescheid, ergab eine Umfrage und wissen Patientenvertretungen aus der Praxis. Deshalb wurde nun von der Online-Plattform selpers gemeinsam mit den Verbänden PHARMIG und FOPI der neue Ratgeber „Ihr Recht als Patient:in – Von Diagnosestellung bis Nachsorge“ publiziert.

Der Stellenwert von Patient:innen und ihren Anliegen wird von den Verantwortlichen im Gesundheitssystem als zentral erachtet – von den politisch Entscheidungstragenden ebenso wie von der Sozialversicherung, den Behörden oder den verschiedenen Interessenvertretungen. Doch in puncto Wissen über die bestehenden Patientenrechte gibt es große Informationslücken, ergab eine Umfrage unter mehr als 200 Patientenorganisationen[i]. Patientenvertretungen äußerten, Patientenrechte seien gut verankert, aber den Betroffenen nicht bekannt. Andere meinten, die Patientenrechte seien schlecht verankert und zusätzlich den Patient:innen nicht bekannt. Zudem diagnostizierten die Befragten große Unsicherheit: Patient:innen wüssten oft nicht, wie sie ihre Rechte einfordern können, würden sich „ihrem Schicksal fügen“ oder sich nicht trauen, sie einzufordern, weil sie z.B. keine Rechtsvertretung bzw. keinen Rechtsschutz hätten.

Um diesem Problem zu begegnen, entwickelte die Online-Plattform selpers gemeinsam mit den Verbänden PHARMIG und FOPI den neuen Ratgeber „Ihr Recht als Patient:in – Von Diagnosestellung bis Nachsorge“. „Viele Menschen in Österreich wissen nicht, was ihre Rechte als Patient:innen sind und wie sie diese beanspruchen können“, bestätigt selpers-Gründerin Dr.in Iris Herscovici. „Außerdem sind die geltenden Regelungen für Patient:innen schwer verständlich und oft nur schwierig in die Praxis übertragbar. Doch die betroffenen Personen müssen verstehen, dass sie den Behandlungsprozess mitgestalten und positiv beeinflussen können. Dafür brauchen sie Informationen, die sich an der Patient Journey orientieren und Rücksicht auf die Lebensrealität der Patient:innen nimmt, insbesondere alltagsrelevant in verständlicher Sprache. Dies war ein wesentlicher Aspekt bei der Konzeption der vorliegenden Broschüre.“

Patientenanwalt Dr. Gerald Bachinger unterstützte dieses Projekt von Anbeginn: „Es ist leider Tatsache, dass es um die Gesundheitskompetenz in Österreich nicht gut bestellt ist. Das wurde durch die Österreichische Gesundheitskompetenz‐Erhebung[ii] erst letztes Jahr deutlich belegt, und die Corona-Pandemie hat die Situation eher noch verschlechtert. Umso wichtiger ist es, jetzt bei dieser grundlegenden Materie nachzuschärfen.“

Kompakter und verständlicher Kompass durch die Rechtsmaterie

Die neue Broschüre bildet dementsprechend eine Art Kompass und informiert kompakt sowie verständlich über die Rechte und Pflichten aller Patienten im heimischen Gesundheitswesen. Gestaltet wurde sie in Zusammenarbeit zwischen Juristinnen, Patientenvertretern, Kommunikationsexpertinnen und Graphikern, um juristisch-technische Inhalte in leicht erfassbare, praxisnahe Informationseinheiten zu übersetzen. Der Aufbau und Inhalt orientiert sich dabei am Weg der Patient:innen durch das Gesundheitssystem beginnend mit den ersten Arztbesuchen, Untersuchungen und Diagnosen über die Therapie bis hin zur Nachsorge und möglichen Sozialleistungen.

Wichtige Themen wie Therapiefreiheit, Arztwahl und Kosten gut erklärt

Thema ist etwa die freie Arztwahl: „In Österreich wird das besondere Vertrauensverhältnis zwischen Ärzteschaft und Patient:innen als besonderer Wert anerkannt“, unterstreicht Autorin Dr.in Maria-Luise Plank, Gillhofer Plank Rechtsanwälte. „Wenn daher eine Therapie in gleicher Qualität sowohl im niedergelassenen Bereich als auch im Spital erbracht werden kann, dann darf die/der Patient:in die Therapie mit dem Arzt oder der Ärztin des Vertrauens beispielsweise im niedergelassenen Bereich durchführen, auch wenn für die Sozialversicherung dadurch Mehrkosten entstehen.“

Ähnlich dazu klärt der Ratgeber auf, dass im Rahmen der gemeinsamen Therapieentscheidung zwischen Behandelnden und Patient:innen der Ökonomiedruck nicht derartige Ausmaße annehmen darf, dass keine individuelle Entscheidung im Einzelfall mehr möglich ist und der kostengünstigste Weg von den Zahlern übernommen wird. „Die Ärztin oder der Arzt hat daher im Rahmen des Standes der Medizin eine Therapiefreiheit, wenn mehrere gleichwertige Optionen vorliegen“, erklärt Juristin Plank. „Alle Patienten haben in einem gewissen Rahmen ein Selbstbestimmungsrecht und können beispielsweise eine für sie weniger belastende Therapie vorziehen. Die Kosten der Therapie sind ein Kriterium für die Kostenerstattung, aber nicht das Entscheidende, wenn Therapiealternativen unterschiedliche Belastungen für die Patient:innen bedeuten.“

Die Broschüre informiert zudem über mögliche Sozialleistungen in Zusammenhang mit Erkrankungen und möglichen Arbeitsausfällen oder Hilfsbedürftigkeit. „Ein typisches Beispiel ist die Tatsache, dass viele an Krebs erkrankte Personen während und nach der Chemotherapie nicht arbeitsfähig sind und Hilfe bei der Verrichtung täglicher Aufgaben benötigen“, so Plank. „Diese Patient:innen wissen aber häufig nicht, dass sie während dieser Zeit Anspruch auf Pflegegeld haben. Derartige Informationslücken wollen wir schließen.“

Kommunikation der Patientenrechte bislang vernachlässigt

„Alle Patienten müssen sich darauf verlassen können, dass bei jeder medizinisch notwendigen Maßnahme an Körper, Geist und an Seele der eigene Wille entscheidend ist und dass die Würde in jeder Situation bewahrt bleibt. Viele Menschen sehen sich aber als Patient:in den helfenden Personen gegenüber in einer schwächeren Position“, weiß Patientenanwalt Bachinger. „Mit diesem Ratgeber kann hoffentlich ein wenig gegengesteuert werden. Denn: Die Patientenrechte wurden zwar seit Abschluss der Patientencharta im Jahr 1999 juristisch weiterentwickelt und perfektioniert. Bei der Kommunikation hat es aber gehapert. Im nächsten Schritt können wir uns dann der Zukunft widmen und hinschauen, wo Reformbedarf besteht. Da kann man prüfen, was überholt oder nicht ausreichend abgebildet ist – wie etwa der Patientenentschädigungsfonds oder die Information von Patient:innen zu Behandlungsfehlern“, betont Bachinger.

Informierte Patient:innen können Gesundheitssystem besser verstehen und nutzen

„Jede:r von uns ist früher oder später einmal Patient:in“, formuliert Dr. Bernhard Ecker, Präsident des Forums der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI) die Motivation, als Verband das Projekt mitzutragen. „Patient:innen sollen wissen, worauf sie Anspruch haben. Denn wenn sie ihre Rechte kennen, können sie die Leistungen unseres Gesundheitswesens, den Nutzen und Wert der Therapien sowie die Reha- und Pflegemaßnahmen besser verstehen und nutzen. Auch Gesundheitskompetenz ist ein Türöffner für ein Leben in Gesundheit.“

„Wir setzen uns seit langem für aufgeklärte und gut informierte Patientinnen und Patienten ein“, sagt auch Mag. Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG. Deshalb engagiert sich das verbandsübergreifende Joint Standing Committee (JSC) „Patient Advocacy“ bei Themen wie Patientenmitbestimmung, Zugang zu Informationen, Stärkung von Patientenrechten, Stärkung von Patientenorganisationen und Compliance in Zusammenarbeit mit Patientenorganisationen. „Unsere Mitgliedsunternehmen sehen in der täglichen Arbeit den dringenden Bedarf der Patientinnen und Patienten an Zugang zu niederschwelligen Informationen. Durch das verbandsübergreifende Gremium ist es nunmehr gelungen, eine wirklich umfangreiche Broschüre gemeinsam herauszugeben und alle Patienten mit zentralen Informationen zu unterstützen.“

Broschüre online und gedruckt verfügbar

Die Broschüre ist unter diesem Link online abrufbar.

Link zur APA-Fotogalerie: https://www.apa-fotoservice.at/galerie/31358

Cover

[i] Umfrage: Starke Defizite beim Wissen über Patientenrechte, Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich, September 2018.

[ii] Gesundheitskompetenz in Österreich: Ergebnisse der Österreichischen Gesundheitskompetenz-Erhebung HLS19-AT, Juli 2021.

Schlagworte: Fokus Patient:innen, Gesundheitssystem, Innovation im System
https://fopi.at/wp-content/uploads/2022/11/Bild_SoMe.png 858 1247 accelent https://fopi.at/wp-content/uploads/2019/07/FOPI_Logo_quer2-01.svg accelent2022-11-25 10:00:002023-07-03 07:38:36Kompakter Kompass durch die Patientenrechte

Worüber wir schreiben

Access to Innovation (12) Arzneimittelbewertung (14) Arzneimittelkosten (15) Arzneimittelproduktion (12) Arzneimittelversorgung (42) Biotechnologie (3) chronische Erkrankungen (12) Covid-19 (29) Data Science (1) Digitalisierung (26) Erstattung (7) EU Pharma (37) Fokus Patient:innen (95) FOPI (29) Forschung und Entwicklung (144) Generika + Biosimilars (2) Gesundheitsausgaben (26) Gesundheitsdaten (20) Gesundheitsdatenraum (2) Gesundheitspolitik (65) Gesundheitssystem (109) Heilmittelreport (2) Innovation im System (63) Innovative Arzneimittel (94) Innovative Studien (2) Klinische Studien (30) Krebs (11) Künstliche Intelligenz (KI) (3) Lebensverändernde Therapien (32) Life Science (2) Nachhaltigkeit und CSR (6) Onkologie (3) Patentschutz (11) Patient:innennutzen (11) Prävention (17) Public Health (11) RSV (2) Seltene Erkrankungen (14) Standort Österreich (49) Time to patients (3) Wertschöpfung (1) Wert von Gesundheit (35)

Mag. Judith Kunczier
T +43 66460589340
E

Kontakt

Herrengasse 6-8/3/5
1010 Wien

UID-Nr. ATU67484689

Generalsekretärin

MMag. Astrid Jankowitsch
Generalsekretärin

T +43 664 832 03 42

Schwerpunkte

  • Wert innovativer Arzneimittel
  • Zugang zu innovativen Arzneimitteln
  • Onkologie Plattform

Positionen

Unsere Positionen zu aktuellen Entwicklungen im Gesundheitsbereich und zum Industriestandort Österreich im Überblick.

© FOPI
  • Link zu LinkedIn
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Cookie-Richtlinie (EU)
Link to: Welt-Alzheimer-Tag am 21. September: Alzheimer eine der größten gesundheitlichen Bedrohungen Link to: Welt-Alzheimer-Tag am 21. September: Alzheimer eine der größten gesundheitlichen Bedrohungen Welt-Alzheimer-Tag am 21. September: Alzheimer eine der größten gesundheitlichen... Link to: Wie lässt sich der Europäische Gesundheitsdatenraum verwirklichen? Link to: Wie lässt sich der Europäische Gesundheitsdatenraum verwirklichen? Wie lässt sich der Europäische Gesundheitsdatenraum verwirklichen?
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen
Einwilligung verwalten

Um  ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn diesen Technologien zugestimmt wird, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn die Einwillligung nicht erteilt oder zurückgezogen wird, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.

Funktional Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Präferenzen
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
  • Optionen verwalten
  • Dienste verwalten
  • Verwalten von {vendor_count}-Lieferanten
  • Lese mehr über diese Zwecke
Einstellungen ansehen
  • {title}
  • {title}
  • {title}