• Mein Konto
  • Mitgliederinfos
FOPI_Logo_quer2
  • Über FOPI
  • Schwerpunkte
    • Wert innovativer Arzneimittel
    • Zugang zu innovativen Arzneimitteln
    • Onkologie Plattform
  • Fakten
  • Aktuelles
    • Aktuelles
    • Der FOPI.flash Newsletter
    • Podcast: Am Mikro|skop
    • Blog
    • Alle unsere Beiträge
  • Presse
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü
  • Link zu LinkedIn
Blog - Aktuelle Neuigkeiten
Edgar Starz© KAGes

Das Mögliche tun

2. April 2019/in Wert der forschenden Industrie

Seit einigen Jahren sind die steigenden Kosten für Arzneimittel in den Fokus der österreichischen Gesundheitspolitik geraten – sie sind Gegenstand von Maßnahmen (siehe Zielsteuerungsvereinbarungen) und häufig Gast in der aktuellen medialen Auseinandersetzung. Diese Aufmerksamkeit hat dazu geführt, dass zum Teil ein Perspektivenwechsel für die Rechtsträger von Krankenanstalten stattgefunden hat, der die bislang Fachexperten zugeordnete Beschaffung von Arzneimitteln nunmehr in den Fokus einer mehr oder minder aufgeregten politischen Agenda stellt. War die Beschaffung von Arzneimittel bisher eine hochkomplexe und nur den fachkundigen Experten zugedachte Tätigkeit, so findet sie sich jetzt verortet in einer Gerechtigkeitsdebatte um „faire Kosten“, die nicht lösbare Frage nach der Wahl der angebotenen Preisbenchmarks und anderer Faktoren. 

Nun haben alle diese neuen Aspekte, die im Rahmen der Beschaffung von Arzneimittel zu beachten sind, ihre Berechtigung. Es sollte aber auch außer Streit gestellt sein, dass der Kostenanstieg bei Arzneimittel in Krankenanstalten, der den durchschnittlichen Anstieg des Sachmittelaufwandes übersteigt, nur einen Bruchteil des nominellen Anstiegs, der in den letzten Jahren umgesetzten Personalaufwendungen in Krankenanstalten ausmacht.

Eines hat der verstärkte Fokus auf die Arzneimittelkosten jedenfalls bewirkt – die Beraterindustrie und externe Fachexperten (Gesundheitsökonomen) haben Hochkonjunktur und finden bei der Gesundheitspolitik (die ja Zahler ist) Gehör – und das macht die komplexe Lage nicht einfacher.

Bislang ist es gut gelungen die Positionen von Krankenanstalteneinkauf und Pharmaindustrie in ein für beide Seiten wirtschaftlich verträgliches Gleichgewicht zu bringen und das jedenfalls unter Wahrung der für beide Seiten unabdingbaren grundsätzlichen je eigenen Dispositionsmöglichkeiten. So wird es den Krankenanstaltenträgern immer vorbehalten sein, über den Einsatz von Arzneimittel grundsätzlich zu entscheiden, und diesen auch (wenn auch als ultima ratio), aus Erwägungen einer gerechten Ressourcenallokation, abzulehnen. Ebenso bleibt es jedem Lieferanten jedenfalls unbenommen (soweit nicht gesetzliche Vorgaben dies reglementieren) die Preise für die angebotenen Arzneimittel nach eigenen Vorstellungen festzulegen.

Wenn nunmehr mithilfe von Benchmarks primär Einkaufspreise miteinander verglichen werden, so führt dies dazu, dass die Komplexität der Beschaffung von Arzneimitteln letztlich auf eine Kennzahl, den Einkaufspreis, reduziert wird und alle anderen budgetrelevanten Faktoren (Bundeling-Effekte, Risk-Share Modelle, Gratis- und Studienware) bleiben dann unberücksichtigt, oder müssen mühsam bewertet und in den Einkaufspreis eingerechnet werden. Das führt naturgemäß dazu, dass damit grobe Verzerrungen entstehen und für beide Seiten ein letztlich unnötiger Rechtfertigungsaufwand im Hinblick auf das erzielte Ergebnis der Konditionenverhandlung entsteht.

Darüber ließe sich jetzt lang und breit lamentieren, wir werden aber, jedenfalls in den nächsten Jahren, mit derartigen Petitessen weiterleben müssen, könnten aber versuchen, die ohnehin schwierigen Verhandlungen, soweit dies möglich ist, zu entspannen. Dabei stelle ich nicht auf Preisreduktionen ab (allenfalls auf einfachere Verrechnungsmodelle), die in einem Spill Over Markt wie Österreich erfahrungsgemäß nur schwer zu erreichen sind. Eine wesentliche Erleichterung, die für beide Seiten gleichermaßen hilfreich ist, wäre schon erreicht, wenn die Industrie mehr an Transparenz im Hinblick auf die Preise im europäischen Setting sicherstellt.

Bei allem Verständnis für konzerninterne Verschwiegenheitsvorgaben, wäre es sicherlich überlegenswert, die Industriepartner (und das sind die Krankenanstalten) jedenfalls durch ein Mehr an Transparenz bei den Preisen in die Lage zu versetzen ihren Fokus mehr dem eigentlichen Kerngeschäft als der Reaktion auf externe „Evidenzen“ zu richten.

Gastkommentar von Dr. Edgar Starz, Leiter Zentraleinkauf, KAGes Services

Schlagworte: Arzneimittelkosten, Gesundheitsausgaben
https://fopi.at/wp-content/uploads/2019/03/starz.jpg 560 560 accelent https://fopi.at/wp-content/uploads/2019/07/FOPI_Logo_quer2-01.svg accelent2019-04-02 14:22:542023-06-20 10:46:46Das Mögliche tun

Worüber wir schreiben

Access to Innovation (12) Arzneimittelbewertung (14) Arzneimittelkosten (15) Arzneimittelproduktion (12) Arzneimittelversorgung (42) Biotechnologie (3) chronische Erkrankungen (12) Covid-19 (29) Data Science (1) Digitalisierung (26) Erstattung (7) EU Pharma (37) Fokus Patient:innen (95) FOPI (29) Forschung und Entwicklung (144) Generika + Biosimilars (2) Gesundheitsausgaben (26) Gesundheitsdaten (20) Gesundheitsdatenraum (2) Gesundheitspolitik (65) Gesundheitssystem (109) Heilmittelreport (2) Innovation im System (63) Innovative Arzneimittel (94) Innovative Studien (2) Klinische Studien (30) Krebs (11) Künstliche Intelligenz (KI) (3) Lebensverändernde Therapien (32) Life Science (2) Nachhaltigkeit und CSR (6) Onkologie (3) Patentschutz (11) Patient:innennutzen (11) Prävention (17) Public Health (11) RSV (2) Seltene Erkrankungen (14) Standort Österreich (49) Time to patients (3) Wertschöpfung (1) Wert von Gesundheit (35)

Mag. Judith Kunczier
T +43 66460589340
E

Kontakt

Herrengasse 6-8/3/5
1010 Wien

UID-Nr. ATU67484689

Generalsekretärin

MMag. Astrid Jankowitsch
Generalsekretärin

T +43 664 832 03 42

Schwerpunkte

  • Wert innovativer Arzneimittel
  • Zugang zu innovativen Arzneimitteln
  • Onkologie Plattform

Positionen

Unsere Positionen zu aktuellen Entwicklungen im Gesundheitsbereich und zum Industriestandort Österreich im Überblick.

© FOPI
  • Link zu LinkedIn
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Cookie-Richtlinie (EU)
Link to: Unangetastete Probleme der Sozialversicherung Link to: Unangetastete Probleme der Sozialversicherung Unangetastete Probleme der SozialversicherungGerald Loacker© Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS Link to: Wahl 2019: Position der Grünen zum Thema Gesundheit Link to: Wahl 2019: Position der Grünen zum Thema Gesundheit © Die GrünenWahl 2019: Position der Grünen zum Thema Gesundheit
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen
Einwilligung verwalten

Um  ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn diesen Technologien zugestimmt wird, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn die Einwillligung nicht erteilt oder zurückgezogen wird, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.

Funktional Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Präferenzen
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
  • Optionen verwalten
  • Dienste verwalten
  • Verwalten von {vendor_count}-Lieferanten
  • Lese mehr über diese Zwecke
Einstellungen ansehen
  • {title}
  • {title}
  • {title}