Grünbuch COVID-19 and beyond

Thomas Haslinger – scheidender Generalsekretär des FOPI

Nahezu zeitgleich mit Präsident Ingo Raimon schied per Ende November auch Thomas Haslinger aus seinem Amt als FOPI-Generalsekretär aus. Er stellt sich neuen beruflichen Herausforderungen, bleibt dem FOPI aber verbunden und denkt im Interview mit FOPI.flash darüber nach, was den Verband erfolgreich macht.

Sie haben zwei Jahre die Arbeit des FOPI als Generalsekretär getragen und inhaltlich geprägt. Was war Ihnen dabei ein Anliegen?

Mir war es vor allem wichtig, die Rolle des FOPI zu schärfen. Als vergleichsweise kleiner Verband in einem ebenfalls relativ kleinen Land hat es wenig Sinn, mit anderen Interessensvertretungen um die Wette zu eifern. Viel mehr bringt es, wenn sich jeder auf seine Stärken konzentriert und man Schulter an Schulter zusammenarbeitet, wo es etwas zu erreichen gilt. Deshalb haben wir uns innerhalb des FOPI auf unser ureigenstes Verständnis als „Pressure Group“ für die forschenden Pharmaunternehmen konzentriert.


Was kann man darunter verstehen?

Fokus zu definieren. Wir investieren unsere Kraft in möglichst direkt für die Mitglieder wirksame Aktivitäten und verzichten auf die Bespielung aller möglichen Themenfelder oder manche Aufgaben eines klassischen Interessensverbandes. Konkret heißt das, wir haben viel Arbeit in den Informations- und Wissensaufbau über die Zusammenhänge von Pharma-Innovationen gesteckt und treten damit – über unterschiedliche Kommunikationskanäle – an die wichtigsten EntscheidungsträgerInnen des heimischen Gesundheitswesens heran.

Um es an Zahlen zu messen: Wir haben zahlreiche Umfragen und notarielle Erhebungen als Wissensbasis gemacht, wir haben recherchiert, wir haben über 200 individuelle Stakeholder-Gespräche geführt, 19 Business Breakfasts mit prominenten Gästen veranstaltet und eine Vielzahl an Botschaften über die klassischen Medien wie auch Social Media hinausgetragen.