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Impfungen gegen COVID-19 – Arten von Impfstoffen

Bei den rund 200 Projekten zur Entwicklung einer Impfung gegen das SARS-CoV-2-Virus arbeiten die Unternehmen und Forschungsinstitute auf eine der folgenden drei Arten von Impfstoffen hin: Lebensimpfstoffe mit Vektorviren, Totimpfstoffe mit Virusproteinen oder genbasierte Impfstoffe.

Eine Erklärung der drei Impfstoff-Arten[i]:

Lebendimpfstoffe mit Vektorviren

Bei mehreren Projekten dienen gut bekannte, harmlose Viren als Ausgangspunkt, beispielsweise das „Modifizierte Vaccinia-Virus Ankara“ (MVA), das Adenovirus Serotyp 26 oder das Virus aus Masernimpfstoff. Solche sogenannten Vektorviren können sich in Menschen vermehren, ohne eine Erkrankung auszulösen. Man weiß auch, wie man sie in großen Mengen vermehren kann. Nun “verkleiden” sie Forscher mit gentechnischen Mitteln als SARS-CoV-2 (konkret: sie tauschen ein oder mehrere ihrer Oberflächenproteine durch SARS-CoV-2-Proteine aus), so dass sie dem Immunsystem eine COVID-19-Infektion vorgaukeln können. Wer damit geimpft wird, baut einen Immunschutz auf, der auch eine echte Infektion abwehren kann – so der Plan. Aufbauend auf einem Vektorvirus sind auch der erste zugelassene Ebola-Impfstoff, ein weiterer Ebola-Impfstoff (dessen Zulassung beantragt ist) und weitere experimentelle Impfstoffe entwickelt worden. Diese Strategie kommt nun beispielsweise in den SARS-CoV-2-Projekten von Janssen, DZIF und der University of Oxford zur Anwendung.

Totimpfstoffe mit Virusproteinen

Diese Impfstoffe enthalten entweder ausgewählte Virusproteine, oder sie enthalten das ganze Material inaktivierter SARS-CoV-2-Viren. Damit beruhen sie im Wesentlichen auf lang bewährter Technologie: Sehr viele zugelassene Impfstoffe sind so zusammengesetzt; beispielsweise solche gegen Hepatitis B oder Grippe. Möglicherweise ist es aber bei anderen Impfstoffen leichter, schnell große Mengen von Impfeinheiten zu produzieren. Das allerdings wird sich erst zeigen, wenn es soweit ist.

Genbasierte Impfstoffe Diese Impfstoffe enthalten ausgewählte Gene des Virus in Form von mRNA bzw. DNA. Diese sollen nach der Injektion im Körper die Bildung von (ungefährlichen) Virusproteinen hervorrufen, die dann wiederum wie bei einem konventionellen Impfstoff den Aufbau des Immunschutzes bewirken. Solche mRNA- und DNA-basierten Impfstoffe haben den Vorteil, dass von ihnen sehr schnell viele Injektionsdosen produziert werden können. Allerdings ist bislang noch gegen keine Krankheit ein solcher Impfstoff auf dem Markt.

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[i] Quelle: vfa | Impfstoffe zum Schutz vor Covid-19